Nur schnell die Altglaskiste zum Container bringen, und hinter einem schnappt die Haustür in der Wormser Straße ins Schloss. Den Bund sieht man durchs Flurfenster auf der Kommode liegen, wenigstens ist das Telefon mit draußen.
Solche Einsätze sind in Eisenberg Alltag, und meistens ist die Lösung unspektakulär. Die Stadt in der Nordpfalz ist die größte Gemeinde im Donnersbergkreis, mitten hindurch fließt der Eisbach von Südwest nach Nordost. Zum Stadtgebiet gehören außerdem Stauf mit der Burg Stauf und Steinborn, dazu kleinere Wohnplätze wie Abendthal, Lauberhof oder Seltenbach. Der Ortsname erinnert an die frühere Eisengewinnung, das Eisenwerk Gienanth ist das älteste Unternehmen am Ort.
Entlang der Wormser Straße und der Tiefenthaler Straße steht ein ganzes Straßenbild unter Denkmalschutz. An solchen Häusern sitzen nicht selten ältere Holztüren und Einsteckschlösser, die man ungern anbohrt. Für die Anfahrt liegt Eisenberg günstig: Die B 47 führt von Nord nach Süd durch die Stadt, die A 6 ist über die Anschlussstelle Wattenheim zu erreichen, die A 63 über Dreisen.
Wann der Monteur klingelt, hören Sie am Telefon, je nachdem, wo gerade Einsätze laufen. Bis dahin lohnt ein Klingeln beim Nachbarn, vielleicht liegt dort ja ein Ersatzschlüssel. Bei einer bloß zugezogenen Tür genügt meist dünnes Werkzeug an der Falle. Abgesperrte Türen und abgebrochene Schlüssel brauchen mehr Zeit, und daran bemisst sich auch der Aufwand, der bei ca. 100 € für die Notöffnung beginnt.