Ein Novemberabend, der Nebel hängt tief über der Kinzig, und auf dem Kopfsteinpflaster der Altstadt glänzt der Regen. Sie wollten nur kurz zum Briefkasten, und hinter Ihnen hat der Windstoß die Haustür zugeschlagen.
In Gengenbach passiert das öfter, als man denkt. Viele Häuser in der Altstadt zwischen Obertor und Kinzigtor sind alte Fachwerkhäuser mit schweren Türen, die bei Durchzug kräftig ins Schloss fallen. Im Advent, wenn das Rathaus am Marktplatz zum Adventskalenderhaus wird und abends viele Besucher durch die Gassen ziehen, ist so ein Malheur besonders ärgerlich. Dabei ist eine nur zugefallene Tür meist schnell wieder offen, ohne Bohren und ohne Schaden am Schloss.
Anders sieht es aus, wenn zweimal abgeschlossen wurde. Dann braucht es mehr Zeit und unter Umständen einen neuen Zylinder, den wir dann direkt einbauen. Gengenbach ist mehr als die Kernstadt. Reichenbach, der größte Ortsteil, Schwaibach und Bermersbach ziehen sich in die Täler hinein, manche Höfe liegen weit oben am Hang. Der höchste Punkt der Gemarkung, der Siedigkopf, liegt auf 877 Metern.
Wer dort ausgesperrt ist, muss genau beschreiben, wo er steht. Über die B 33 kommen wir ins Tal, die voraussichtliche Ankunft erfahren Sie am Telefon. Die Notöffnung startet bei ca. 100 €, in der Nacht wird es teurer.